Aufgabe ist es aus vorgegebenen Wörtern eine Kurzgeschichte zu schreiben. Wörter hier waren: Jäger, Diskette, Papier, anziehen und Klettverschluss ------------------------------------------------------------------------ Sie sagten es war ein Unfall - ein tödlicher. Der Jäger Heinz Schröder war am Abend des 13. Februar 2004 mit zwei Bekannten in den Wald gegangen. Sie wollte einen kranken Hirsch schießen, der schon öfter gesehen wurde. Heinz Frau Hanelore war, fürsorglich wie immer, darum bedacht das es Heinz gut ergeht. Sie sagte bevor er aufbrach "Es wird heute Nacht sehr kalt. Du solltest die dicke Jacke anziehen, die mit dem Klettverschluss." Sie hatte ihm wie immer auch eine Kanne Tee gekocht und einige belegte Brote eingepackt. Er gab ihr einen Kuss und sagte dass er sie liebt bevor er das Haus verließ. Es sollte das letzte Mal sein. Er führ mit seinem Jeep los in Richtung Feldstraße, dort wo sein Hochsitz war und der Hirsch gesehen wurde. Seine zwei Freunde warteten dort schon auf ihn. Sie begrüßten sich und pirschten dann durch das Dickicht zu dem Hochsitz welchen sie sogleich bestiegen. Es war eine sternenklare Nacht. Kein Wölkchen trübte den Himmel. Heinz holte seine Teekanne raus und trank einen Becher. Einige Zeit verging bis Frederick leise flüsternd sagte: "Da links auf 11 Uhr ist der Hirsch". Alle waren mucksmäuschenstill und schauten durch ihre Feldstecher. Heinz griff zu seiner Flinte und brachte Kimme und Korn genau mit dem Hirsch in eine Linie, wartete kurz und feuerte. "Treffer!" rief Helmut. Heinz nahm seinen Feldstecher zur Hand um seinen Erfolg sein kontrollieren. Tatsächlich, der Hirsch lag regungslos im Feld. Heinz stieg vom Hochsitz und ging langsam zu dem verendeten Tier als sich unerwartet ein weiterer Schuss löste. Heinz sackte zu Boden. Frederick schrie mit verängstigter Stimme „Heinz! Oh mein Gott Heinz!“. Er kletterte die ersten Stufen der Leiter runter, sprang den Rest und ging direkt in einen Sprint über bis er den getroffenen Jagdkollegen erreichte. „Heinz sag doch was“ brüllte er mit weinerlicher Stimme während er den regungslos im Feld liegenden Körper schüttelte. Helmut kam mit langsamen Schritten dazu. Er schaute mit kalter Mimik auf die Szene die sich vor ihm abspielte. Nach einigen Sekunden sagte er „Freddy las das. Der ist hinüber“. Frederick schaute auf. „Du Mörder! Warum hast du das gemacht? Er war unser Freund!“ weinte er Helmut entgegen. „Unser Freund? Der wollte uns verraten! Sei doch froh dass der Schweinehund jetzt anfängt zu verrotten! Gestern hast du noch gesagt es wäre alles besser wenn er unter die Erde kommt!“. Freddy sprang auf und schrie „Ja aber… aber so hab ich das doch nicht gewollt! Ich war nur wütend auf ihn.“ „So oder so, wir müssen jetzt die Leiche verschwinden lassen und uns eine Geschichte für die Polizei überlegen.“ Frederick war total verstört als sie die Leiche in einer Grube unweit der tödlichen Stelle verscharrten. „Ich rufe jetzt Hanelore an und frage was mit Heinz ist. Das verschafft uns ein Alibi!“ sagte Helmut. „Denk dran, wir haben auf ihn gewartet aber er ist nicht aufgetaucht!“. Freddy nickte nur kurz und schaute Helmut mit großen Augen an. Sie wurden von der Polizei einige Stunden später befragt. Ihre Geschichte schien zu funktionieren. Alle suchten nach dem Mann aber die beiden, die wussten wo er ist, wurden nicht mehr belästigt. Zwei Jahre vergingen ohne dass Heinz gesehen wurde. Eines Abends klingelte bei der Witwe Schröder das Telefon. Ein Herr von der Kriminalpolizei war dran und erzählte ihr dass der Leichnam ihres Mannes bei Waldarbeiten gefunden wurde. Leichenblässe stieg ihr ins Gesicht. Kein Wort kriegte sie raus während der Kommissar ihr berichtete, dass ihr Mann erschossen wurde. Irgendwann legte sie einfach auf, setzte sich an den Tisch in der Küche, und nahm einige Antidepressiva die sie seit dem verschwinden von Heinz ständig brauchte um über den Tag zu kommen. Sie war in einem Strudel von Gefühlen gefangen. Trauer und Erleichterung mischten sich. Für sie war es sehr wichtig, dass sie ihren geliebten beerdigen konnte und Gewissheit über sein Verbleib hatte. Die Polizei fand bei der Obduktion heraus, dass die tödliche Kugel aus Helmuts Gewehr stammte. Das Gelände um die Jagdkanzel wurde weiträumig abgesperrt. Neben dem Computer von Frederick wurde eine Diskette mit einem angeheftetem Zettel gefunden. Auf dem Zettel stand geschrieben "Operation Geldautomat". Die Diskette wurde von einem Computerprofi untersucht. Darauf befanden sich Daten über einen Raubüberfall den die drei vor einigen Jahren verübt hatten. Helmut gestand die Tat unter der erdrückenden Last der Beweise. Er wurde zu Lebenslänglicher Haft verurteilt und Frederick kam mit 30 Jahren wegen Beihilfe zum Mord davon. Die Verhandlung wegen des Überfalls steht noch aus.